Beispiele aus dem Leben der Propheten und der wahren Gläubigen
Ihre Bemühungen gegen den Unglauben bildeten einen bedeutenden Teil der Anstrengungen der Propheten und der wahren Gläubigen, die ihnen folgten. Diese edlen Leute mussten viele Ereignisse ertragen, die anderen als Unglücke oder Katastrophen erschienen wären. Doch immer dann, wenn sie solchen Prüfungen gegenüberstanden, zeigte sich der Unter-schied zwischen ihnen und den ungläubigen Menschen sehr deutlich; egal wie schwierig die Umstände waren, sie spürten stets den Frieden und die Erleichterung der Gewissheit, dass nichts unkontrolliert und unabhängig von Allah geschieht. Dieses Wissen machte sie stark in allen Situationen...
Die Boten Allahs und die wahren Gläubigen führten ihr Leben im sicheren Bewusstsein der Tatsache, dass Allah ihnen während harten Zeiten helfen wird und dass sich am Ende alles zu ihrem Guten wenden wird. Auf diesen Tatsachen gründeten sie ihre Lebenseinstellung. Diese ihre überlegene Eigenschaft, welche aus ihrem tiefen Glauben herrührte, stellt ein gutes Beispiel dar für alle Gläubigen.
Verbale Attacken von Ungläubigen
Wie wir aus dem Quran erfahren, begegneten Gläubige bestimmten Gruppen von Ungläubigen und Heuchlern, die allen Arten von Methoden anwandten, um ihnen zu schaden oder sie vom rechten Weg abzubringen. Der Quran erzählt ausführlichen von den verbalen Attacken und Beleidigungen und der verleumderischen Sprache der Ungläubigen:
Wahrlich, geprüft sollt ihr werden an euerem Vermögen und an euch selber. Und wahrlich, ihr werdet viel Verletzendes von denen hören, welchen die Schrift vor euch gegeben wurde und von den Polytheisten. Wenn ihr jedoch standhaft seid und gottesfürchtig - siehe, dies ist der Dinge Ratschluss. (Sure 3:186 – Al-'Imran)
Im oben zitierten Vers macht Allah deutlich, dass die Lügen und die Verleumdungen, die den Gläubigen als Böse erschienen, in Wirklichkeit gut für sie waren. In einem anderen Vers berichtet Allah über diese Tatsache anhand eines unterschiedlichen Beispiels, aus der Zeit des Propheten Muhammad (s.a.w.s):
Siehe, diejenigen, welche die Verleumdung aufbrachten, sind eine ganze Gruppe unter euch. Erachtet es nicht für ein Übel für euch. Nein, es ist gut für euch. Jeder von ihnen wird erhalten, was er an Sünde verdient hat. Und derjenige, welcher es übernahm, (die Verleumdung) zu vergrößern, soll gewaltige Strafe empfangen. (Sure 24:11 – an-Nur)
Solche Umstände, in denen sich die Gläubigen der Ver-gangenheit befanden, waren die Taktiken der Ungläubigen, sie von den Grundsätzen und Lehren des Islam abzubringen. Doch die Gläubigen blieben immer standhaft, sich der Tatsache sicher, dass diese bösen Versuche sich schließlich als nützlich für sie herausstellen würden und dass sie ihr Ziel am Ende erreichen würden. Darum reagierten sie auf solche Verleumdungen und verbale Angriffe stets mit Mäßigung und Weisheit; sie vergaßen nie, dass ihre Geduld und ihr Vertrauen in Allah sie schließlich zum Erfolg führen würden. Sie waren sich bewusst, dass, wie der Prophet Muhammad (s.a.w.s) auch sagte, "wer immer sich in Geduld übt, Allah ihn geduldig machen wird. Niemandem kann ein größerer Segen gegeben werden als die Geduld." (Bukhari)
Wie in diesen Beispielen aus der Vergangenheit, ist es auch für die Gläubigen der heutigen Zeit wesentlich, sich dem von Allah geschaffenen Schicksal zu ergeben und fest daran zu glauben, dass sich alles in Übereinstimmung mit einem göttlichen Zweck entwickelt. Ein Gläubiger, der nach diesen Prinzipien lebt, wird die größten Belohnungen in dieser Welt und in der nächsten erlangen. Denn Allah verspricht, Seinen Dienern zu helfen, die ihr Vertrauen in Ihn setzten und Er versichert ihnen, dass es immer einen Ausweg gibt:
Wenn euch Allah hilft, so gibt es keinen, der euch besiegen kann. Wenn Er euch aber im Stich lässt, wer könnte euch da helfen, ohne Ihn? Darum, wahrlich, sollen die Gläubigen auf Allah vertrauen. (Sure 3:160 – Al-'Imran)
Die Physischen Attacken der Ungläubigen
In der Geschichte der ungläubigen Gesellschaften wurde das Engagement der Gläubigen für die Religion Allahs, ihr Leben nach seinen Prinzipien und ihre Verbreitung der Botschaft Allahs stets als eine Bedrohung wahrgenommen. Darum wandten die Ungläubigen, um die Gläubigen zu entmutigen, verschiedene bösartige Methoden wie Verleumdung oder Betrug an. In einigen Fällen, wenn diese Methoden scheiterten, schreckten sie auch nicht davor zurück, härtere Methoden anzuwenden, wie körperliche Bedrohung, Folter, Gefangennahme oder Vertreibung der Gläubigen aus ihren Häusern.
Diese Behandlungen, denen die Gläubigen in ihrem Kampf gegen die Ungläubigen ausgesetzt waren, sind Beweise für die Skrupellosigkeit der Ungläubigen. Doch Gläubige erkennen selbst in solchen Beschimpfungen und Misshandlungen das Gute, im Bewusstsein, dass Allah alle Dinge für einen bestimmten Zweck bestimmt hat. Sie sind sich bewusst, dass sich wahre Rechtschaffenheit durch Geduld zeigt und dass sie ihr Vertrauen in Allah setzen mussten. Allah beschreibt dieses Merkmal der Gläubigen folgendermaßen:
...Fromm ist vielmehr, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und an die Engel und die Schrift und die Propheten; und wer sein Geld - auch wenn er selbst Bedarf hat - für seine Angehörigen und die Waisen, die Armen und den Reisenden, die Bettler und die Gefangenen ausgibt; und wer das Gebet verrichtet; und wer die Steuer (zakat) zahlt; und die, welche ihre eingegangenen Verpflichtungen einhalten und in Unglück, Not und Gefahr standhaft sind: Sie sind es, die aufrichtig und gottesfürchtig sind. (Sure 2:177 – al-Baqara)
Einige dieser bestimmten Charakterzüge werden in einem Geschehen in der Sure al-Ahzab veranschaulicht. In dieser Sure wird von einem Ereignis aus der Zeit des Propheten Muhammad (s.a.w.s) erzählt. Während einer Schlacht, als die Ungläubigen sie von allen Seiten umzingelt hatten, wurden die Gläubigen in äußerst harten Umständen schwer geprüft. In dieser schwierigen Situation dachten sich die Heuchler und jene mit Krankheit in ihren Herzen verschiedene Entschuldigungen aus und legten so ihr eigentliches Wesen offen.
Durch dieses Ereignis wurden die Heuchler, die sich für einige Zeit heimlich in der Gemeinde der Gläubigen aufhielten, bekannt. Diese Leute waren wie ein Krebsgeschwür, das sich unsichtbar im Körper entwickelt. Sobald sie in eine ernste Notsituation gerieten, verloren sie alle Hoffnung und gaben auf, obwohl Allahs Hilfe und Unterstützung immer mit den Gläubigen war.
Während sich die Heuchler verachtenswert verhielten, wussten die Gläubigen um das Gute in ihrer Notsituation. Sie entwickelten sich geistig weiter, während sie das durchmachten, was sie Verse des Quran erzählen und erlangten so einen tieferen Glauben und eine engere Verbundenheit zu Allah:
Als die Gläubigen die Verbündeten sahen, sagten sie: "Dies ist das, was uns Allah und Sein Gesandter verheißen hat; Allah und Sein Gesandter haben die Wahrheit gesagt." Und dies bestärkte sie nur in ihrem Glauben und in ihrer völligen Hingabe. (Sure 33:22 – al-Ahzab)
Wie das Beispiel auch verdeutlicht, mag sich auch eine noch so schwierige Situation am Ende vielleicht als ein großer Segen für die Gläubigen herausstellen, während es dagegen jene, die das Gute nicht schätzen, nur noch weiter in Unglauben führt. Gleichzeitig dienten diese Ereignisse, genau wie die Unterschei-dung zwischen Gut und Böse, dazu, die Anstrengungen der Ungläubigen zunichte zu machen. In der Sure al-Ahzab wird die Tatsache, dass die Ungläubigen keinen Erfolg hatten und nur stärkere Wut und Hass verspürten, folgendermaßen beschrieben:
Und Allah trieb die Ungläubigen in ihrer Wut zurück. Sie erlangten keinen Vorteil... (Sure 33:25 – al-Ahzab)
Die Auswanderung der Muslime
All seine Eigentümer und Angelegenheiten zurückzulassen und auszuwandern, ist eine Form der Verehrung Allahs, wie im Quran angegeben wird. Deshalb sehen Muslime, die für Allah auswandern, immer das Gute in solch einem gezwungenen Verlassen ihrer Heimatorte. Tatsächlich wird im Quran derjenige, der für Allah auswandert, als jemand beschrieben, der Allahs Wohlgefallen und Belohnungen ernten wird:
Siehe, die, welche glauben und für Allahs Sache auswandern und streiten, sie hoffen wirklich auf Allahs Barmherzigkeit; und Allah ist verzeihend und barmherzig. (Sure 2:218 – al-Baqara)
Die unwissenden Leute betrachten es, wenn jemand wegen Unruhen oder Krieg aus seinem Heimatland in ein unbekanntes Land flieht, als etwas Unvorteilhaftes, das das Leben des Betref-fenden in völliges Chaos wirft. Doch es muss erwähnt werden, dass sich Gläubige von Beginn an bewusst sind, dass sie niemals von der Mehrheit der Leute, die die Religion Allahs ablehnen, gemocht werden. Daher ist solch eine Unterdrückung eine Manifestation der Wahrheit in den Versen Allahs. Darum begegnen Gläubige, die emigrieren oder für immer aus ihren Heimaten flüchten müssen, solchen Umständen mit großem Eifer und Elan und sind voller Hoffnung. Die überlegene Moral der Gläubigen, die in der Zeit unseres Propheten Muhammad (s.a.w.s) lebten und ihr unerschütterlicher Glaube ist ein wichtiges Vorbild für die Gläubigen von heute. Sich der Tatsache bewusst, dass sie durch ihren Gehorsam gegenüber dem Propheten (s.a.w.s) Allahs Wohlgefallen erlangen würden, ertrugen sie alle Formen von Not bereitwillig und mit Vergnügen. Für das Wohl der Muslime zögerten sie auch nicht, ihr Land zu verlassen und all ihren weltlichen Besitz zurückzulassen.
Als Belohnung für ihre rechtschaffene Moral und die richtige Weise, wie sie diese Ereignisse wahrnahmen, versprach Allah ihnen Sein unendliches Paradies und seine Gnade. Und Allah macht Seine Versprechen mit Gewissheit wahr:
Und ihr Herr antwortet ihnen: "Siehe, Ich lasse keine Tat von euch verloren gehen, sei es von einem Mann oder einer Frau. Die einen von euch stammen ja von den anderen. Und diejenigen, die da auswanderten und aus ihren Häusern vertrieben wurden und auf Meinem Wege litten und kämpften und fielen - wahrlich, Ich will ihre Missetaten vergeben und wahrlich, Ich will sie in Gärten führen, durcheilt von Bächen, als Lohn von Allah, und Allah - bei Ihm ist der schönste Lohn. (Sure 3:195 – Al-'Imran)
Zusätzlich zu den unendlichen Belohnungen im Jenseits gibt uns Allah auch die frohe Botschaft von großem Nutzen und Erfolg in dieser Welt. Dies wird im Quran folgendermaßen wiedergegeben:
Und wer auf AIlahs Weg auswandert, wird auf der Erde viel Zuflucht und Wohltaten finden. Und wer sein Haus verlässt und zu Allah und Seinem Gesandten auswandert und dabei vom Tod ereilt wird, dessen Lohn ist bei Allah; und Allah ist verzeihend und barmherzig. (Sure 4:100 – an-Nisa)
Und die ihr Land verließen, nachdem sie Allahs wegen Gewalt erlitten hatten, Wir wollen ihnen wahrlich eine schöne Wohnung im Diesseits geben, und der Lohn des Jenseits ist noch größer. Wüssten sie es nur, jene, die in Geduld standhaft sind und auf ihren Herrn vertrauen! (Sure 16:41, 42 – an-Nahl)
Der Vorbildliche Glaube unseres Propheten (s.a.w.s)
Der Prophet Muhammad (s.a.w.s), wie auch alle anderen Propheten, stand den verschiedensten Notsituationen gegenüber und stellt durch seine Geduld und seinen Glauben an Allah ein perfektes Vorbild für alle Muslime dar. Eine Situation, die im Quran wiedergegeben wird, verdeutlicht die überlegene Moral und den unerschütterlichen Glauben des Propheten Muhammad (s.a.w.s).
Als der Prophet (s.a.w.s) Mekka verließ, jagten ihn die Ungläubigen um ihn zu töten. Er fand Schutz in einer Höhle. Bei ihrer Suche stießen die Ungläubigen schließlich auf den Eingang der Höhle. Selbst in diesem gefährlichen Moment riet der Prophet (s.a.w.s) seinem Begleiter, sich nicht zu sorgen und erinnerte ihn daran, sein Vertrauen in Allah zu setzen:
Wenn ihr ihm nicht beisteht, (so bedenkt) dass ihm bereits Allah geholfen hat als ihn die Ungläubigen vertrieben - als beide in der Höhle waren, und als er zu seinem Gefährten sprach: "Sei nicht traurig! Siehe, Allah ist mit uns." Da sandte Allah Seinen großen Frieden auf ihn nieder und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht. Und Er machte das Wort der Ungläubigen unterlegen... (Sure 9:40 – at-Tauba)
Der einzige Grund, warum der Prophet (s.a.w.s) keinerlei Angst oder Sorge hatte, in solch einem Moment, in dem sein Leben in allerhöchster Gefahr war, lag in seinem unendlichen Gottvertrauen und seinem Bewusstsein, dass Allah alles in seinem Schicksal für einen Zweck bestimmte. Schließlich erreichte er Medina unversehrt und so hatte die Auswanderung, ein großer Meilenstein in der Geschichte des Islam, begonnen.
Die Überlegene Moral des Propheten Moses (a.s.)
Der Quran beschreibt detailliert und ausführlich den Kampf des Propheten Moses mit dem Pharao, einem Menschen, der als einer der grauenvollsten Herrscher in die Geschichte eingegangen ist. Der Pharao reagierte auf Allahs Botschaft, die ihm vom Propheten Moses (a.s.) überbracht wurde, mit Drohungen und Beschimpfungen. Die Überlegenheit der Moral Moses und sein Vertrauen in Allah, als er dem Pharao gegenüberstand, der alle möglichen Methoden anwandte, um ihn vom rechten Pfad abzubringen, sind wahrhaft großartige Beispiele für alle Gläubigen.
Der Quran erzählt die Geschichte von Moses's Mission folgendermaßen: Der Pharao, der über Ägypten regierte, übte absolute Macht über die Kinder Israels aus. Der Prophet Moses (a.s.) und sein Volk waren eine Minderheit im Land. Die Unwissenden, die die Dinge bloß oberflächlich betrachteten, nahmen so fälschlicherweise an, dass die Mächtigen über die Gerechten siegen würden und rechneten mit einem weiteren Triumph des Pharao. Doch sie täuschten sich, denn Allah spricht:
Allah hat festgelegt: "Ich werde obsiegen, Ich und meine Gesandten!" Allah ist fürwahr stark, erhaben. (Sure 58:21 – al-Mudschadala)
Allah hielt sein Versprechen gegenüber Seinen Propheten und gewährtem dem Propheten Moses (a.s.) den Sieg gegen den Pharao. Allah unterstützte ihn durch seinen Bruder Harun (Aaron) und stellte ihn unter Seinen eigenen Schutz. Außerdem ließ Allah mehrere Wunder für den Propheten Moses (a.s.) geschehen und unterschied ihn von allen anderen Leuten, indem Er zu ihm sprach. Aus Moses's Kampf wie er im Quran erzählt wird, können wir wichtige Lehren ziehen. Die Geschichte enthüllt eindeutig, wie Dinge, die den Gläubigen zunächst ungünstig erscheinen, sich im nächsten Augenblick durch den Willen Allahs als nützlich für sie herausstellen können.
Ein solches Ereignis fand folgendermaßen statt: Der Pharao und seine Armee brachen auf, um Moses (als) und sein Volk bei der Flucht aus Ägypten gefangen zu nehmen. Zu der Zeit, als die Kinder Israels das Meer erreichten, hatten der Pharao und seine Soldaten sie beinahe eingeholt. Die Worte von Moses (a.s.) in diesem Moment waren sehr bewegend; obwohl der Pharao und seine Soldaten ihnen dicht auf den Fersen waren und es keinen Fluchtweg gab, verzweifelte er nicht, vertraute auf Allahs Hilfe und behielt seine vorbildliche Gelassenheit. Diese Geschichte wird im Quran folgendermaßen wiedergegeben:
Und sie folgten ihnen bei Sonnenaufgang. Und als die beiden Gruppen in Sichtweite waren, riefen Moses Gefährten: "Wir werden tatsächlich eingeholt!" Er sprach: "Keines-wegs! Seht, mein Herr ist mit mir. Er wird mich richtig führen." Und da offenbarten Wir Moses: "Schlag mit deinen Stab auf das Meer!" Da teilte es sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger Berg. Daraufhin ließen Wir die anderen nachkommen. Wir retteten Moses und die mit ihm waren, allesamt. Dann ließen Wir die anderen ertrinken. Darin ist wahrlich ein Zeichen! Doch die meisten von ihnen wollen nicht glauben. Und dein Herr - Er ist fürwahr der Mächtige, der Barmherzige. (Sure 26:60-68 – asch-Schu'ara')
In dieser Geschichte wird unsere Aufmerksamkeit auf die bemerkenswerten Eigenschaften des Propheten Moses (a.s.) gelenkt: während seines schweren Kampfes vertraute er immer auf Allahs Hilfe, sah in allem etwas Gutes und selbst in den schwierigsten Momenten bemühte er sich, sein Vertrauen in Allah zu setzen und standhaft zu bleiben.
Die unerschütterliche Gottergebenheit des Propheten Joseph (Yusuf) (a.s.)
Eines der schönsten Beispiele im Quran über die unerwartete Änderung einer scheinbar ausweglosen Situation zum Nutzen der Gläubigen liegt im Leben des Propheten Joseph (a.s.).
Der Prophet Joseph (a.s.) war seit seinen frühesten Jahren und während seines gesamten Lebens für sein reifes Verhalten bei Notsituationen und seine starke Bindung zu Allah bekannt. Sein Verhalten in schwierigen Umständen ist ein großartiges Beispiel für Gläubige. Der Prophet Joseph (a.s.), der Allah als seinen Beschützer betrachtete, suchte in allem was ihn betraf das Gute und war sich bewusst, dass alles, was er erlebte, von Allah erschaffen war. Während seines gesamten Lebens betrachtete er deshalb jeden Umstand als eine Prüfung und blieb immer stark und rechtschaffen.
Prophet Joseph (a.s.) wurde zuerst von seinen eigenen Brüdern ungerecht behandelt, die eifersüchtig auf ihn waren. Sie warfen ihn in einen Brunnen und hielten ihn so von ihrer Heimat und ihrem Vater fern. Doch Allah errettete ihn aus dem Brunnen, als eine Karawane vorbeikam. Die Reisenden retteten den jungen Joseph und verkauften ihn an eine hohe Person Ägyptens. Die Frau des Hausherren, die von Joseph's Schönheit fasziniert war, wollte ihn verführen, wie der Quran erzählt. Doch Joseph blieb standhaft. So wurde Joseph (a.s.) erneut ungerecht behandelt, dieses Mal durch die Frau, die ihn zu Unrecht der versuchten Vergewaltigung beschuldigte. Obwohl die Untersuchungen Joseph's (a.s.) Unschuld bewiesen, wurde er inhaftiert:
Gleichwohl beliebte es ihnen, ihn für eine Zeit einzusperren, obwohl sie doch die Zeichen (seiner Qualität) gesehen hatten. (Sure 12:35 – Yusuf)
Wie offensichtlich ist, wurde Joseph (a.s.) nur wegen seines tugendhaften Charakters verleumdet. Wegen diesen Anschuldi-gungen gegen ihn musste Joseph (a.s.) eine lange Zeit im Gefängnis verbringen, doch er zeigte Geduld bei allen Schwierigkeiten des Lebens im Gefängnis und setzte sein Vertrauen in Allah. Wie der Quran beschreibt sind sein überlegenes Verhalten und seine absolute Ergebenheit in Allah wirklich ein Beispiel für alle Gläubigen.
Sicherlich erhielt Joseph (a.s.) die größten Belohnungen für seine Geduld, sein Gottvertrauen und seine Fähigkeit, in allem, was ihm zustieß, das Gute zu sehen, sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits. Allah machte ihn zum staatlichen Schatzmeister und zu einer Führungsperson im Land. Sein Erkennen des Guten in allem, was ihn begab und sein Gebet zu Allah werden im Quran wie folgt beschrieben:
Diese Geschichte ist wirklich ein großes Beispiel für die Belohnungen, welche die Gläubigen für ihre Aufrichtigkeit und ihr Gottvertrauen erhalten. Was immer einem aufrichtigen Gläubigen auch zustößt, er muss sich bemühen, den Sinn und Zweck dieser Ereignisse zu sehen und zu begreifen. Er sollte Zuflucht bei Allah suchen und um solch eine Einsicht beten. Ein Muslim darf nie vergessen, dass jedes Ereignis, groß oder klein, niemals zu seinem letztendlichen Schaden gedacht ist. Dies wäre entgegen der Wahrheit des Schicksals, einem unveränderlichem Gesetz Allahs. Allah bestimmt definitiv alles zum letztendlichen Nutzen der Gläubigen. Vielleicht lässt Allah den Gläubigen den Sinn und das Gute eines Ereignisses im Herzen erkennen. Doch selbst wenn nicht, ein Gläubiger muss stets Geduld zeigen und sagen, dass es "irgendetwas Gutes darin gibt".
|
22 Haziran 2016 Çarşamba
Beispiele aus dem Leben der Propheten und der wahren Gläubigen
Kaydol:
Kayıt Yorumları (Atom)
Hiç yorum yok:
Yorum Gönder