22 Haziran 2016 Çarşamba

Gründe, die Manche daran hindern, das Gute zu sehen

Gründe, die Manche daran hindern, das Gute zu sehen

Vergessen, Dass Dieses Leben eine Prüfung ist

Einige glauben, dass vieles in ihrem Leben durch Zufall geschieht. Doch diese Denkweise ist vollkommen irrational. Alles, von der Infizierung mit Krebs, über die Verwicklung in einen Verkehrsunfall bis hin zu der Nahrung, die man zu sich nimmt oder den Kleidern, die man trägt, sind Dinge, die bis ins kleinste Detail vorherbestimmt wurden. Wie wir in diesem Buch wiederholt betont haben, wurden alle Ereignisse, mit all ihren winzigen Einzelheiten, eigens von Allah geschaffen, um den Menschen zu prüfen.
An diesem Punkt zeigt sich der wesentliche Unterschied zwischen den Ungläubigen und den Gläubigen. Gläubige haben eine völlig andere Einstellung zu dem, was mit ihnen und der Welt um sie passiert. Ihre Einstellung steht vollkommen im Einklang mit den Befehlen des Quran: das heißt, sie betrachten jedes Ereignis als Teil einer Prüfung. Im Bewusstsein, dass sie ständig geprüft werden, bemühen Gläubige sich, ihr Leben auf eine Weise zu führen, die Allahs Wohlgefallen verdient.
Leute, die gegenüber diesen Wahrheiten gleichgültig bleiben, die der Islam enthüllt, setzen sich viele illusorische Ziele; das Betreten einer angesehenen Universität, glücklich verheiratet zu sein und die Kinder gut durch die Schule zu bringen, den Lebensstil zu erhöhen, Anerkennung und Respekt in der Gemeinde zu erlangen... Eines haben all diese Ziele gemeinsam: sie alle sind Wünsche und Ziele, die auf das Leben in dieser Welt allein ausgerichtet sind. Die Pläne und hohen Ziele der Leute, die diese Ziele zum Hauptzweck ihres Lebens machen, resultieren aus einer sehr engstirnigen Einstellung. Denn wie wir bereits sagten, das Wissen der Mehrheit der Leute beschränkt sich auf diese Welt. Doch ihre Annahme ist falsch. Auch wenn man alle Ziele erlangen sollte, die man sich gesetzt hat, wird man schließlich dem unvermeidlichen Ende, dem Tod, gegenüberstehen. Somit ist ein Leben, das allein auf diese Welt ausgerichtet ist, ein sinnloses Leben.
Weiterhin kann eine Person, die solch einen Lebensstil an-nimmt, niemals alles, was sie sich wünscht, auch erreichen. Es ist das unveränderliche Gesetz Allahs; nichts auf der Erde ist gegen den Verfall immun. Nichts auf der Erde ist unverletzlich gegen das Wirken der Zeit. So wird jede Frucht allmählich dunkler und fällt schließlich dem Verfall zum Opfer, vom Moment an, an dem sie gepflückt wird. Ein schönes Haus, das über Jahre hinweg sorgfältig und stabil erbaut wurde, wird irgendwann unbewohnbar. Vor allem aber ist der menschliche Körper gegen die schädlichen Wirkungen der Zeit verwundbar. Jede Person erfährt die Wirkungen der Zeit bei ärztlichen Untersuchungen. Die Haare ergrauen, die Organe funktionieren nicht mehr so reibungslos, die Haut wird faltig... Diese und viele andere Zeichen des Alterns sind klare Hinweise auf die Unumgänglichkeit des Todes.
Zusätzlich zum Altern findet das Leben eines Menschen, das sich sowieso selten über mehr als 6-7 Jahrzehnte ausstreckt, vielleicht plötzlich ein Ende; unerwartete Ereignisse, wie ein Verkehrsunfall oder eine tödliche Krankheit, können jederzeit den Tod bringen. Egal wie der Mensch sich bemühen mag, den Gedanken an den Tod zu vermeiden, am Ende wird er dieses unvermeidliche Ende erfahren. Ob ein schönes Mädchen oder eine berühmte Person, niemand ist gegen den Tod immun. Weder Reichtum und Eigentümer noch Söhne oder Freunde können einen Menschen vor dem Tod bewahren:
Sprich: "Der Tod, vor dem ihr flieht wird, euch bestimmt einholen. Dann müsst ihr zu Dem zurück, Der das Verbor-gene und das Offenbare kennt. Und Er wird euch vorhalten, was ihr getan habt." (Sure 62:8 – al-Dschumu'a)
Dies bedeutet folgendes; das Leben auf dieser Welt ist vergänglich und es ist nicht der eigentliche und letzte Bestim-mungsort des Menschen. Daher muss der Mensch all seine Anstrengungen auf das Leben im Jenseits ausrichten.
Und was immer euch auch gegeben wird, ist nur ein vorübergehender Genuss des irdischen Leben. Was aber bei Allah ist, ist besser und dauerhafter für diejenigen, welche glauben und auf ihren Herrn vertrauen. (Sure 42:36 – asch-Schura)
Wenn wir die Tatsache betrachten, dass das Leben in dieser Welt vergänglich ist und dass der menschliche Körper durch den Tod verwundbar ist, kommen wir zu einem Thema, über das wir alle nachdenken müssen; der Zweck der Schöpfung des Menschen auf der Erde. Gott erklärt diesen Zweck knapp im folgenden Vers:
Der Tod und Leben schuf, um zu prüfen, wer von euch am besten handelt. Und Er ist der Erhabene, der Verzeihende. (Sure 67:2 – al-Mulk)
In vielen Versen des Quran macht Allah es deutlich, dass der Mensch erschaffen wurde, um ein Diener seines Schöpfers zu sein. Es wird auch betont, dass das Leben in dieser Welt eine Prüfung ist, die den Zweck hat, die Guten von den Schlechten zu trennen:
Siehe, Wir erschufen, was auf Erden ist, als Schmuck für sie, um zu prüfen, wer unter ihnen die besten Werke vollbringt. (Sure 18:7 – al-Kahf)
Weil das ganze Leben des Menschen eine Prüfung ist, geschieht nichts unbeabsichtigt. Wenn eine Person nicht begreift, dass es einen Zweck hinter allen Ereignissen gibt und fälschlicherweise annimmt, dass sie getrennt und unabhängig von Allah passieren, dann begeht sie einen ernsten Fehler. Denn alle Ereignisse, die im Verlauf des Lebens stattfinden, sind in Wahrheit eigens für die betreffende Person von Allah entworfene Prüfungen. Der Mensch wird für seine Reaktionen und sein Verhalten bei diesen Prüfungen zur Verantwortung gezogen werden. Die Art, wie er sich verhält und die Moral, die er an den Tag legt, bestimmen seine Belohnung oder seine Bestrafung im Jenseits.
Nichts in unserem Leben - egal ob es unbedeutend großartig erscheint – geschieht zufällig. Alle Ereignisse sind Teile unseres vorherbestimmten Schicksals. Dies sind Tatsachen, an die der Mensch stets denken sollte. So lange eine Person diese Dinge im Hinterkopf behält, wird sie nie vergessen, dass alles, was sie im Leben begibt, schließlich gut für sie ist. Das heißt, alles, was sie erlebt, ist genau das, was Allah für sie will. Es ist wesentlich und wichtig, immer daran zu denken, dass diese Welt ein Ort der Prüfung ist, wodurch wir die guten und göttlichen Zwecke dieses Lebens erkennen sollen.

Allah teilt keinem Menschen eine Last zu, die er nicht tragen kann

Allah prüft jede Person durch unterschiedliche Tests mit verschiedenen Arten von Ereignissen und durch andere Umstände. Doch es muss erwähnt werden, dass Allah unendlich gerecht und vergebend gegenüber Seinen Dienern ist; Er teilt niemandem eine Last zu, die schwerer ist, als er tragen kann. Dies ist das Versprechen Allahs:
Und Wir belasten niemand mit mehr als er zu tragen vermag. Denn bei Uns ist ein Verzeichnis, das die Wahrheit widergibt. Und es wird ihnen kein Unrecht geschehen. (Sure 23:62 – al-Mu'minun)
Diejenigen aber, welche glauben und das Rechte tun - Wir belasten keine Seele über ihr Vermögen hinaus - sollen Gefährten des Paradieses sein und darin ewig verweilen. (Sure 7:42 – al-A'raf)
Krankheiten, Unfälle, alle Formen der Verzweiflung und jegliche andere Arten von Prüfungen, denen der Mensch in seinem Leben begegnet, haben immer nur solch ein Ausmaß, dass er auch in der Lage ist, sie zu bewältigen. Doch wenn eine Person teuflische Eigenschaften, wie Undankbarkeit gegenüber Allah, den edlen Werten des Quran, wie Geduld, vorzieht, dann wird sie am Ende verantwortlich dafür gemacht werden.
In einigen Fällen könnte eine Person denken, alle Möglich-keiten erschöpft zu haben, um mit einem Problem zurechtzukommen und sie könnte keinen Weg mehr aus den Umständen sehen, in denen sie sich befindet. Wenn sie nicht daran denkt, dass es auch in solchen Ereignissen etwas Gutes gibt, wird sie vielleicht wütend auf Allah. Dies sind die schlechten Gefühle, die ihr von Satan eingeflößt werden. Was immer ihm auch im Leben zustößt, ein aufrichtiger Gläubiger muss sich stets der Tatsache bewusst sein, dass er sich in jeder Situation tugendhaft verhalten kann und geduldig sein muss. Wenn er verzweifelt, so ist es bloß die Versuchung von Satan. Allah befiehlt Seinen Dienern, niemals zu verzweifeln:
Wissen sie denn nicht, dass Allah, wem Er will, reichlich oder beschränkt, Versorgung gewährt? Darin sind fürwahr Zeichen für gläubige Leute. Sprich: "O meine (Gottes-) Diener, die ihr euch gegen euch selber vergangen habt! Verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit; seht, Allah verzeiht die Sünden allzumal. Er ist gewiss der Vergebende, der Barmherzige. Und kehrt euch reuig euerem Herrn zu, und ergebt euch Ihm, bevor die Strafe zu euch kommt. Denn dann werdet ihr keine Hilfe mehr finden." (Sure 39:52-54 – az-Zumar)
Eine Person, die diesem Befehl Allahs nachkommt, weiß, dass Gutes von Gutem kommt; eine Person, die dagegen verzweifelt, ist in dieser Welt allein und ohne Ausweg. Allah informiert uns, dass jene, die verzweifeln, in der Tat Ungläubige sind:
Und diejenigen, welche nicht an die Offenbarungen Allahs und die Begegnung mit Ihm glauben - sie sind es, die an Seiner Barmherzigkeit verzweifeln; und sie werden schmerzliche Strafe erleiden. (Sure 29:23 – al-'Ankabut)
"...Und verzweifelt nicht an Allahs Erbarmen. Siehe, an Allahs Erbarmen verzweifeln nur die Ungläubigen." (Sure 12:87 – Yusuf)
In Übereinstimmung mit Allahs Befehl darf ein Muslim niemals verzweifeln, sondern er muss versuchen, ein tiefgründigeres Verständnis der Dinge zu erlangen, die ihm zustoßen. Wenn ein Gläubiger auf eine Schwierigkeit trifft, versucht er, das Gute darin zu sehen; er gibt sein Bestes, während der gesamten Zeit der Schwierigkeit, welche ja ein Test für ihn ist, stets mutig, geduldig, mitfühlend, loyal, fromm, liebevoll und aufopferungsvoll zu sein. So wird diese Zeit zu einer Gelegenheit für den Gläubigen, sein Vertrauen in Allah zu üben. Sobald er das Jenseits erlangt und weiß, dass ihm das Paradies als Belohnung für sein gutes Verhalten und seinen Charakter gegeben worden ist, wird jede Schwierigkeit des Diesseits eine Quelle von Vergnügen und Freude für ihn im Jenseits. Eine Person, die in dieser Welt geprüft worden ist und Schwierigkeiten mit Standhaftigkeit ertragen hat, nimmt die Segen und die Gaben im Paradies mit einer tiefen Würdigung wahr und genießt sie umso mehr. Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass der, der keine Schwierigkeiten erfahren hat, Erleichterung nicht zu schätzen weiß; und selbst wenn, kann er sie nie so tief fühlen wie jemand, der schlimmste Not ertragen hat. Deshalb wird jede Schwierig-keit, die ein Gläubiger in dieser Welt erfährt, schließlich eine Quelle von Glückseligkeit im Jenseits sein.
Geduld, Weisheit, Vernunft, Ausdauer, Vergebung, Mit-gefühl... All solche edlen Eigenschaften bieten dem Menschen eine besondere Art von Glück, das nur aus tiefem Glauben stammt. Mit dem Willen Allahs wird dieses Glück ewig genossen werden.

Jedes Unglück, das dem Menschen zustößt, stammt von ihm selbst

Die Leute, die weit weg von der Moral des Quran leben, haben alle einen bestimmten Charakterzug gemeinsam: wenn die Dinge so laufen, wie geplant, glauben sie, dass es ihr eigener Verdienst ist und spüren großen Stolz. Wenn sie dagegen ein Unglück begibt, dann suchen sie sofort nach einem Schuldigen. Doch Allah ist der Gerechte und wie die unten zitierten Verse besagen, ist es die Person selbst, die für jedes Unglück verantwortlich ist, das ihr zustößt:
Was immer an Gutem dir widerfährt, ist von Allah, und was immer dir an Üblem widerfährt, ist von dir selber... (Sure 4:79 – an-Nisa)
Der Quran stellt verschiedene Beispiele bereit, um die Art, wie die Ungläubigen die Dinge, die geschehen, bewerten, zu widerlegen. Zum Beispiel informiert Allah uns in der Sure al-A'raf, dass der Pharao und sein engster Kreis die Unglücke, die sie begaben, Prophet Moses und seinem Volk zuschrieben. Doch sie selbst waren die Quelle des Bösen und Schlechten:
Doch wenn das Gute zu ihnen kam, sagten sie: "Das gebührt uns!" Wenn sie aber ein Übel befiel, so sahen sie in Moses und den Seinigen ein Unheil. Aber lag ihr Unheil nicht allein bei Allah? Jedoch die meisten von ihnen erkannten es nicht. (Sure 7:131 – al-A'raf)
Wie das Beispiel in dem obigen Vers klar macht, suchen Leute, die weit weg von der Moral des Quran sind, immer nach jemandem, dem sie die Schuld für etwas zuweisen können. Sie ignorieren ihre eigenen Fehler und Mängel und versuchen, gute Leute für Schlechte Dinge verantwortlich zu machen. Doch es sind nur sie selbst, die für das Böse verantwortlich sind, wie der obige Vers verdeutlicht. Wenn diese Leute das Böse als gut interpretieren und umgekehrt, dann sind sie selbst schuld.

Das falsche Verständnis vom Schicksal

Zu jeder Zeit in ihrem Leben sind die Leute damit beschäftigt, ihre Zukunft zu planen, sogar den nächsten Tag oder die nächste Stunde. Manchmal gehen diese Pläne auf wie geplant. Doch in einigen Fällen entwickeln sie sich wegen unerwarteten Ereignissen nicht wie gewollt. Jene, die weit von den Lehren des Islams entfernt sind, schreiben solche Ereignisse dem Zufall zu.
In Wirklichkeit aber gibt es weder Programme, die ausgeführt werden, noch unerwartete Fehler. All die Ereignisse, denen eine Person in ihrem Leben begegnet, wurden von Allah für diese Person in ihrem Schicksal vorherbestimmt. Diese Tatsache wird in den folgenden Versen berichtet:
Er lenkt alle Dinge - vom Himmel bis zur Erde... (Sure 32:5 – al-Sadschda)
Siehe, alle Dinge erschufen Wir nach Maß und Plan. (Sure 54:49 – al-Qamar)
Eine Person mag irrtümlicherweise annehmen, dass sie während des Verlaufes eines Tages nur das erlebt, worauf sie sich eingestellt hat. Tatsache ist aber, dass sie sich nur ihrem Schicksal anpasst, das für sie von Allah bestimmt wurde. Selbst wenn eine Person also annimmt, dass sie in eine Situation eingeschritten ist und so den "Verlauf des Schicksals verändert hat", erfährt sie in Wahrheit doch nur genau das, was für sie vorherbestimmt wurde. Kein Moment, unseres Lebens passiert jenseits des Schicksals. Eine Person im Koma, die später stirbt, tut dies, weil es für sie so beschlossen wurde. Eine andere Person, die nach Monaten im gleichen Zustand plötzlich aufwacht, tut dies, weil es wiederum ihr eigenes Schicksal ist.
Für eine Person, welche die Bedeutung des Schicksals nicht wirklich begriffen hat, sind alle Ereignisse das Ergebnis von Zufällen. Sie nimmt fälschlicherweise an, dass alles im Universum eine unabhängige Existenz hat. Darum bezeichnet sie ihr als schädlich erscheinende Ereignisse als "Katastrophen".
Trotzdem ist der Mensch in Bezug auf Weisheit und Scharfsinn begrenzt; zudem befindet er sich in den Fesseln von Raum und Zeit. Alles dagegen, was eine Person begibt, wird von Allah geplant, dem Besitzer von "unendlicher Weisheit", der unabhängig ist von Raum und Zeit.
Kein Unheil geschieht auf Erden oder euch selbst, das nicht in einem Buch stünde, bevor Wir es geschehen lassen. Das ist Allah fürwahr ein leichtes. (Sure 57:22 – al-Hadid)
So ist alles, was der Mensch tun kann, sich seinem Schicksal hinzugeben, das von seinem Schöpfer bestimmt wurde und sich bewusst sein, dass am Ende alles gut werden wird. Tatsächlich verbringen Leute wahren Glaubens jeden Moment ihres Lebens in Anerkennung der Tatsache, dass was immer passiert, ein Teil ihres Schicksals ist und jedes Ereignis für einen bestimmten Zweck vorherbestimmt wurde. Sie profitieren ständig von dieser Einstellung und treffen schließlich auf das Gute. Die edle Moral und aufrichtige Ergebung, welche die Gläubigen auszeichnen, werden im Quran folgendermaßen beschrieben:
Sprich: "Nie trifft uns etwas anderes als was Allah uns bestimmt hat. Er ist unser Beschützer, und auf Allah sollen die Gläubigen vertrauen." (Sure 9:51 – at-Tauba)
Ob sie es als gut oder schlecht beurteilt, eine Person kann ein vorherbestimmtes Ereignis niemals vermeiden. Wenn sie in allem etwas Gutes sieht, dann profitiert sie auch aus allem; eine andere Einstellung würde ihr nur schaden. Etwas zu bedauern oder wütend zu werden verändert nichts an den Tatsachen des Schicksals. Daher liegt die Verantwortung des Menschen als ein Diener Allahs darin, in Seine unendliche Gerechtigkeit und das Schicksal zu vertrauen, das Er vorherbestimmt hat, alle Ereig-nisse als letztendlich gut zu bewerten und so sein Schicksal gelassen und mit einem ruhigen Herzen anzunehmen

Satan Strebt danach, den Menschen am Erkennen des Guten zu hindern

Im Quran erklärt Allah, dass Satan undankbar und rebellisch ist. Aus dem Quran lernen wir auch, dass er sich dem Menschen aus jedem Winkel nähern wird und dass er alle Mittel anwenden wird, um ihn vom rechten Weg fernzuhalten. Die gewöhnlichste Methode, die er für diesen bösen Plan benutzt, ist es, den Menschen am Sehen des Guten in den Dingen, die ihm passieren, zu hindern. So bemüht er sich, den Menschen in Wut und Undankbarkeit irrezuführen. Leute, die die Schönheit der Moral des Quran nicht begreifen, jene, die weit weg von den Lehren des Islam sind und ihr Leben damit verschwenden, weltlichen Zielen nachzujagen und das Jenseits ignorieren sind gegenüber den Fallen Satans anfällig.
Satan greift den Menschen bei seinen Schwächen an und flüstert ihm Dinge ein; er will ihn dazu bringen, auf Allah und das Schicksal zu schimpfen. Zum Beispiel mag man es nicht schwierig finden, seinen Nachbarn, der in einen Unfall verwickelt worden ist, daran zu erinnern, dass es ein Teil seines Schicksals bildet. Doch die gleiche Person legt selbst vielleicht eine ganz andere Einstellung an den Tag, wenn sie oder ihre Familie mit einem ähnlichen Unfall konfrontiert wird. Durch den Einfluss Satans tendiert sie eher dazu, wütend oder verzweifelt zu sein. Man muss sein Gewissen darin üben, das Gute in den Ereignissen zu sehen, Ergebung zu zeigen und sein Vertrauen in Allah zu setzen. Wenn man dies nicht tut, nimmt man eine falsche und sündhafte Einstellung an.
Satans Anstrengungen, den Menschen am Sehen des Guten zu hindern, werden in allen möglichen Situationen offensichtlich. Seine Einflüsterungen hindern einige sogar daran, das Gute ihrer eigenen Taten zu sehen. Zum Beispiel bemüht sich Satan, Angst vor Armut in jemanden einzuflößen, der bereit ist, von seinem Reichtum im Trachten nach Allahs Wohlgefallen auszugeben. Diese satanische Versuchung wird in dem folgenden Vers beschrieben:
Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schändliches. Allah aber verheißt euch Seine Vergebung und Huld. Und Allah ist allumfassend und wissend. (Sure 2:268 – al-Baqara)
Doch dies sind sinnlose Gefühle. Die heimtückischen Pläne Satans können den wahren Gläubigen niemals beeinflussen, denn das Ziel des Gläubigen beim Ausgeben seines Reichtums ist kein weltlicher Nutzen oder seine eigene Befriedigung. Sein Hauptziel ist es, sich das Wohlgefallen Allahs, Seine Gnade und sein Paradies zu verdienen. Aus diesem Grund kann Satan keine Gläubige mit sinnlosen weltlichen Zielen verleiten. Die Tatsache, dass Satan keinen Einfluss auf die Gläubigen hat, wird im Quran folgendermaßen berichtet:
Und wenn dich Satan anstacheln will, nimm deine Zuflucht zu Allah. Siehe, Er ist hörend und wissend. Die Gottes-fürchtigen erinnern sich gewiss (an Allah), wenn sie eine üble Anregung Satans erreicht; und siehe, dann werden sie hellsichtig. (Sure 7:200, 201 – al-A'raf)
Hieraus sollten wir verstehen, dass Satan im Allgemeinen zwei Methoden anwendet, um den Menschen am Ausführen guter Taten zu hindern. Erstens bemüht er sich, eine gute und nützliche Tat zu verhindern, indem er weltlichen Nutzen als den einzigen Lebenszweck darstellt. Zweitens tut er sein möglichstes, die Leute daran zu hindern, das Gute und den Zweck eines Ereignisses zu sehen. Besonders wenn ein Unglück einen Menschen begibt, präsentiert er es als etwas ausschließlich "Schlechtes" und versucht ihn dazu zu bringen, eine rebellische Einstellung gegenüber Allah anzunehmen.
Die Segen, die dem Menschen gewährt werden, sind so viele, dass man sie nie zählen könnte. Vom Moment seiner Geburt an wird der Mensch mit zahlreichen Segen von seinem Herrn ausgestattet, und dies hört zu keinem Moment seines Lebens auf. Darum nehmen Gläubige ihren Herrn als ihren einzigen Verbündeten und Beschützer, setzen ihr Vertrauen in Ihn und machen sich bewusst, wenn ihnen etwas scheinbar ungünstiges ihnen passiert, dass es irgendetwas Gutes in dieser Sache geben muss. Sie zeigen Geduld, auch wenn sie keinen unmittelbaren göttlichen Zweck erkennen können. Wie unser Prophet Muhammad (s.a.w.s) sagte, "suchen sie Zuflucht bei Allah vor den Schwierigkeiten ernster Unglücke" (Bukhari) und egal was ihnen passiert, sie werden nie verzweifelt oder zornig. Sie behalten immer im Hinterkopf, dass sich ein scheinbar ungünstiges Ereignis schließlich zu ihrem Guten wenden mag. Und durch den Willen Allahs stellt diese Not sich später vielleicht als ein bedeutender Meilenstein in ihrem Leben heraus, der sie zu ewiger Rettung führen wird.

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